Die Ofenbauer aus dem dritten Lehrjahr waren am 20. und 21. November unterwegs auf den Spuren der Herstellung ihrer wichtigsten Baumaterialien – von Schamotte und Kacheln.
Am Donnerstag besuchten Sie die Firma Kaufmann Keramik in Rehau, um zu sehen, wie Ofenkacheln entstehen. Los geht alles mit der Aufbereitung des Tons. Da es sich um einen Naturrohstoff handelt, muss hier mit großer Sorgfalt vorgegangen werden, um am Ende eine gleichbleibend hohe Qualität der Endprodukte zu gewährleisten. Die Formgebung der späteren Ofenkeramik findet im Manufakturbetrieb je nach Geometrie des Bauteils durch die Verfahren Strangziehen, Pressen oder Gießen statt. Nach dem extra langsamen Trocknen der Rohlinge werden diese Kalibriert, um später eine hohes Maß an Formtreue zu erzielen. Nach einer weiteren händischen Bearbeitung zum Herstellen eines guten „Finish“ werden die Teile glasiert und gebrannt. Die Auszubildenden staunten, wie viel Handarbeit und wie viele Bearbeitungschritte notwendig sind, um hochwertige Ofenkacheln herzustellen. Gestärkt durch einen kleinen Imbiss ging es zurück nach Gera.
Am Freitag ging es dann weiter nach Radeburg ins Schamottewerk. Dort werden die temperaturbeständigen Schamotte-Steine für den Innenausbau von Öfen hergestellt. Die Führung begann in der Lehmgrube, wo im Tagebau der Rohstoff für die Schamotte Produktion gewonnen wird. Weiter ging es in die Produktion, wo auf Maschinen aus dem Jahr 1963 die Formgebung der Steine stattfindet. Durch den besonderen Charme der Produktionsanlagen fühlte es sich wie eine kleine Zeitreise an. Nach dem anschließenden langsamen Trocknen werden auch hier die Steine in einem großen Durchlauf-Ofen gebrannt und nach dem Abkühlen kommisioniert. Bei einer deftigen Mahlzeit konnten die Eindrücke des Tages verarbeitet werden. Alles in Allem waren es zwei erlebnisreiche Tage, an denen die Auszubildenden viel über den Enstehungsprozess jener Materialien gelernt haben, welche Sie tagtäglich in der Hand halten.
